Die Baden-Badener Winzergenossenschaft stellt sich vor

Die Baden-Badener Winzergenossenschaft ist ein moderner und traditionsbewusster Weinerzeuger im Herzen des Baden-Badener Reblandes.

Die Geschichte der Baden-Badener Winzergenossenschaft beginnt im Jahre 1922. Aus Gründen wirtschaftlicher Not und Abhängigkeit den Händlern gegenüber, gründeteten 58 mutige Winzer am 06. August 1922 die damalige Winzergenossenschaft Neuweier. Zuerst war der Weinausbau in den Privat-Kellern der Winzer, im Schulhaus und im Rathaus untergebracht. Im Jahre 1930 erfolgte dann der erste Bauabschnitt direkt unter der modernen Vinothek. Bis zum heutigen Tage, ist dieser Gewölbekeller mit 4.500-5.500 Liter Holzfässern bestückt. Durch die 1970 erfolgte Fusion mit der benachbarten Winzergenossenschaft in Bühlertal, welche 1907 gegründet wurde, gilt unsere Winzergenossenschaft als eine der ältesten in ganz Baden. Bis zum Jahr 2006 firmierte die Genossenschaft unter dem Namen Winzergenossenschaft Neuweier-Bühlertal eG, der dann in Baden-Badener Winzergenossenschaft eG geändert wurde. Das Thema Fusionen beschäftigt die verantwortlichen der Winzergenossenschaft bis in die jüngste Zeit. So erfolgte im Jahr 2007 die Fusion mit dem benachbarten Winzerkeller Hans Stich den Buben in Steinbach/Umweg und jüngst, im Jahr 2012, mit der ebenfalls im Baden-Badener Rebland liegenden Winzergenossenschaft Varnhalt eG.

Zur Tradition der Baden-Badener Winzergenossenschaft eG gehört auch der Bocksbeutel, der in Neuweier schon seit 200 Jahren als Flaschenform dient. Die Franken wollten dies dem Baden-Badener Rebland vor etwa 40 Jahren einmal streitig machen. Der Zwist landete sogar vor den Schranken des Bundesgerichtshofs. Dort konnten die Mittelbadener dann ihre lange Bocksbeutel Tradition nachweisen. Anschließend wurde das Bocksbeutelrecht für Baden-Baden sogar gesetzlich verbrieft, allerdings auf die Weinstadteile Neuweier, Steinbach-Umweg und Varnhalt beschränkt. In dieser Flaschenform sind nur die Rebsorten Riesling und Spätburgunder aus der Einzellage Stich den Buben erhältlich.

Eine weitere Besonderheit ist der Spätburgunder Rotwein in unserer Region. Die Geschichte des Spätburgunders beginnt 1245 mit der Pflanzung der ersten Burgunderreben durch die Zisterzienser-Nonnen des Klosters Lichtenthal in unserer Gegend. Diese Reben brachten sie aus ihrem Stammhaus Citeaux bei Beaune im Burgund mit. Unter dem Herkunftstypennamen Affentaler, der übrigens durch das Weinrecht gesetzlich geschützt ist, werden jährlich hervorragende Rotweine erzeugt, die keinen internationalen Vergleich zu scheuen brauchen. Die Entstehungsgeschichte der Bezeichnung Affentaler läßt sich heute nicht mehr genau verfolgen. Der Überlieferung nach, durfte der Affentaler nur so weit angebaut werden, wie das Ave-Glöcklein einer kleinen Kapelle zu hören war. Der Volksmund wußte sich den Namen Affentaler weitaus einfacher zu erklären. In Anspielung auf den schweren und alkoholreichen Charakter des Weines sagte man früher nach Gasthausbesuchen: "Mit einem Taler gehst Du hin, mit einem Affen kehrst du heim."

Die Baden-Badener Winzergenossenschaft auf einen Blick

Geographie

nördliche Ortenau zwischen Baden-Baden und Bühl

Gründung

1922

Mitglieder

550

Anbaufläche

120 Hektar im Ertrag

Lagen

Mauerberg, Altenberg, Stich den Buben und Affentaler
Infos zu den Lagen

Bodenbeschaffenheit

Porphyr-Granitverwitterung / tiefgründiger Löß-Lehm / leichte Sandböden

Jahresproduktion

∅ 1,0 Millionen Liter

Lagerkapazität

4,1 Millionen Liter
davon 100.000 Liter im traditionellen Holzfass und Barrique
Gebindegrößen von 200l – 30.000l

Kellertechnologie

Traubenannahme: Computergesteuerte Anlage
Vergärung: Edelstahltanks mit Temperaturregelung
Ausbau; Edelstahltanks, Holzfässer und Barrique

Traubensorten

Riesling, Spätburgunder, Müller-Thurgau, Weißburgunder, Grauburgunder, Regent, Traminer, Chardonnay
Zum Sortenspiegel

Besonderheit

Stich den Buben Riesling und Spätburgunder im Bocksbeutel
Affentaler Spätburgunder Rotweine, Sekte und Secco